wir verstehen unsere Zeitschrift „Der Südländer“ nicht nur als ein
reines Informationsblatt, sondern als auch ein „Forum des Wissens und des
Dialogs“.
Mit der heutigen Ausgabe beginnen wir mit einer literarischen Serie, über
internationale Geisteswissenschaftler, die die Notwendigkeit einer
humanistischen Kulturverständigung erkannt haben.
Wie wir täglich erleben können, wächst die Welt zwar immer
mehr zusammen, aber in brutalsterweise, sodass
spätestens jetzt ein Dialog zwischen den internationalen
Geistesgrößen angeregt werden muss.
Mit unserer Juni- Ausgabe beginnen wir mit dem großen deutschen
Dichter Johann Wolfgang von Goethe, den wir Ihnen in einer kompakten
Kurzfassung vorstellen, wobei Sie diesbezüglich eingeladen sind, sich bei
Interesse, mit eigenen Beiträgen zu beteiligen.
Herzlichst
Ihr Ali foudi
Goethe, sein Leben, sein Wirken
Goethe,
sein Leben, sein Wirken
Von W. Vensutor
Wer sich mit dem Leben und Wirken des Dichters Johann
Wolfgang von Goethe beschäftigt, der arbeitet sich in die Sprachlosigkeit
hinein, denn es öffnet sich ihm ein Thema, das kein Ende zu haben scheint,
wobei zwei Fragen miteinander konkurrieren: Wo beginnen? Wo aufhören?
In der Tat ist die enorme Vielfältigkeit und
intellektuelle Tiefe, dieses deutschen Dichters, außergewöhnlich zu
nennen.
Algerien-
Algerien-
Ein fragwürdiges Regime steht
vor dem Abgrund
Von A. Faycal
Man sagt, die
Hoffnung des Menschen stirbt zuletzt. Das gilt besonders u. a. für Völker,
die in totalitären Staaten leben und täglich schreckliches Unrecht erleiden
müssen. Und so stelle man sich einmal vor, es gäbe in einem solchen Land
des Bösen eine Wahl und niemand ginge hin.
Nun, an
Willkürausübung gewöhnt, würde eine Regierung dort sicherlich ganz einfach
eine >große Wahlbeteilungen> erfinden, Wahlergebnisse konstruieren.
In der Tat, als
erschreckendes Beispiel kann hier das Militär Regime in Algerien dienen.
Am 17. mai 2007 wurden in diesem nordafrikaschen Polizeistaat 18 Millionen
Menschen zur Wahl eines neuen Parlaments aufgerufen. Nach Aussage der Regierungsvertreter
sollen ca. 6 Millionen, also 35 Prozent, der Wähler ihre Stimme abgegeben
haben. Obwohl dieses niedrige Wahlinteresse ganz offenkundig schon eine Blamage
für die Militärs der algerischen Führung dargestellt, nennt die Opposition
sogar noch eine bedeutend geringere Wahlbeteiligung. Sie verweist auf nur 12
bis 16 Prozent. Berücksichtigt man diesbezüglich die Tatsache, dass zudem noch
eine Million ungültige Stimmzettel gezählt wurden. Dann ist eine solche
Wahl im Sinne einer demokratischen Definition nichts Wert. Hier taucht
natürlich die Frage auf wie es zu dieser enormen hohen Anzahl von leeren
Stimmzetteln kommt. Die Antwort ist verständlich: Die Bürger haben
panische Angst. Sie beteiligen sich einerseits an der Wahl, um keine Repressalien
zu erwarten, andererseits drücken sie ihren Unmut gegen die rücksichtlose
Regierung damit aus. Eine geradezu >salomonische Weisheit<.
Da die
algerische Obrigkeit bekannt ist für Ungenauigkeiten und falsche Aussagen, hat
sie sich längst ihrer eigenen Unglaubwürdigkeit überführt. Schon in der
Wahl von 1997 hat sie das gesamte Wahlresultat rigoros manipuliert. Was jetzt
die Wahl in diesem Jahr 2007 betrifft, wird unzweifelhaft der Boykott eines
gequälten, aber klug taktierenden Volkes gegen die verfehlte Politik der
Militärregierung erkennbar.